#herz-dinge-projekt: connys rezeptsammlung

herz-dinge-projekt: handgeschriebene rezeptsammlung

moin ihr lieben,

leuteeee, es ist sontag! zeit für mein herz-dinge-projekt. heute mit smilla – die eigentlich conny heisst, die ich aber gedanklich immer smilla nenne, da sie den tollen blog SMILLAS WOHNGEFÜHL (untertitel: glücklich selbstgemacht!)   schreibt. wir begegneten uns kürzlich bei einem DIY-event in der neustadt und hatten uns direkt ne menge zu erzählen. kein wunder also, dass ich sie mit als erste für einen gastbeitrag für das #herz-dinge-projekt im kopf hatte.

smilla aka conny schreibt über diy, food, interior und lifestyle. und dann steigt sie auch schon mal in lost-places ein… auch das haben wir ja gemeinsam…  ihr blog ist vielfältig….und entsprechend ist da nun ihr herz-ding, was mir sofort auch zu herzen geht. erinnert ihr euch an meine familienrezepte von vorletztem winter? omas eiserkuchen, rindfleischsuppe, spritzgebäck, schlabberkaps und mamas brot…. allesamt aus unserer handgeschriebenen familien-rezeptsammlung. uns so ist das auch bei smilla. sie zeigt uns einen tollen einblick in ihre geerbte rezeptsammlung und berichtet davon, warum sie ihr am herzen liegt. freut euch auf diese neue herz-dinge-geschichte. sie passt super hierher:

herz-dinge-projekt: handgeschriebene rezeptsammlung

# herz-dinge-projekt: handgeschriebene rezeptsammlung

Erst einmal herzlichen Dank Anja, dass ich hier mit dabei sein darf! Als Anja mich anschrieb und fragte, ob ich bei ihrem Herz-Dinge-Projekt dabei sein möchte, war mir sofort klar: ja, ich will! Und ohne, dass ich lange drüber nachdenken musste, stand auch mein Herz-Ding sofort fest: die kleine Koch & Back-Kladde meiner Mutter.

Klar, man hat viele Sachen, die einen im Leben begleiten und sehr ans Herz gewachsen sind. Aber diese lockere und zum Teil recht unordentliche Sammlung von Rezepten, noch dazu in einem total unstylishen Ordner ist für mich wie eine kleine Verbindung zu meiner Vergangenheit, zu meiner Kindheit. Meine Mama ist leider schon früh verstorben, aber jedes Mal, wenn ich diese Kladde aufschlage, ist es so als wäre sie noch da. Hört sich kitschig und rührselig an, ist aber einfach so. Viele Gerichte (vor allem Kuchen), die meine Mutter hier handschriftlich notiert hat, werden von mir (und meinen Schwestern) auch heute noch gebacken.

Teilweise sind die Rezepte auch von einer guten Freundin meiner Mutter geschrieben, mit kleinen persönlichen Anmerkungen, wie „nun mach mal schön!“ oder „mit Vanillesoße servieren, damit rutscht es bei den Kinder besser“….herrlich! Auch das Familien-Rezept für Pflaumenmus findet sich in dieser Kladde, die Seite ist übersät mit dunklen Spritzern von eben jener klebrigen Masse und ich kann mich noch gut daran erinnern: der Pflaumenmus wurde immer stundenlang in einem großen Gänsebräter im Backofen „gekocht“ und die ganze Küche roch herrlich intensiv nach dem wirklich ordentlichen Schuss Rum, der zum Schluss unter die Masse gerührt wurde….kein gekaufter Pflaumenmus der Welt schmeckt so gut wie dieser, glaubt es mir!

Vorne in dem – nicht mehr ganz taufrisch aussehenden- Ordner hat sie zudem noch ein uraltes Schulkochbuch (vielleicht von meiner Oma??) aufbewahrt, in altdeutscher Schrift, zerfleddert und schon mit Paketklebeband geflickt, steht dort auf der ersten Seite der Satz: „Das Kochen ist schon in kleinen Anfängen eine Kunst, auf die jede Hausfrau ihr bestes Können verwenden muß.“ Ok, ich geb mir Mühe, aber mit dem besten Können klappt es nicht immer…vor allem wenn es wieder einmal schnell gehen muss….sehr interessant ist übrigens auch das Kapitel über das „Aufwaschen und Aufräumen der Küche“ ….ich muss noch viel lernen ;-)

Jetzt kennt ihr eines meiner Herz-Dinge…..sehe ich die Handschrift meiner Mutter, fühl ich mich so wunderbar zuhause….

herz-dinge-projekt: handgeschriebene rezeptsammlung

oh, liebe smilla-conny. was für ein schöner abschluss-satz und die geschichte mit den anmerkungen der freundin deiner mutter ist ja total bezaubernd… da müsste ich beim nachbacken auch immer schmunzeln… und- wusstest du, dass bielefeld wegen des firmsitzes und der herkunft von dr. oetker auch puddingtown genannt wird? ich war mal 20 jahre da, und es gibt tage, da riecht ein teil der stadt ein bisschen nach puddingpulver….

ich danke dir so sehr, dass du dieses herz-ding in meinem neuen sontags-projekt mit uns teilst.

habt ihr auch überlieferte rezepte und handgeschriebene zettel, die schon die spuren des nachbackens und nachkochens aufweisen? dann erzählt sie uns.

ahoi sagen smilla-conny und anja

3 Antworten

  1. 2

    Liebe Anja,
    Nein, das mit der Puddingtown wusste ich noch nicht, das ist ja witzig!
    Danke, dass ich bei Deinem HerzensDinge-Projekt dabei sein durfte. Es war mir ein Fest!
    Ich drück Dich, liebe Grüße
    Smilla-Conny

  2. 1
    Andi says:

    Liebe Conny, liebe Anja!
    Das ist ein schönes Beispiel für Herzensbesitz. Es gibt doch fast nichts Persönlicheres als Handschrift. Wie schön, dass ihr das bewahrt. Liebe Grüße aus dem Pott. Andrea

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