über das neu-sein in hamburg und dinge, die ich liebe... Das Tuten der Schiffe

  • ankommen in hamburg – teil 3 – eimsbush

    moin ihr lieben,

    ich muss zugeben, ich habe mich schwer getan damit, in hamburg anzukommen. der lärm, die weiten wege, und… DIE NACHBARN!

    aber heute, als ich so das kleine stückchen zum markt in eimsbüttel schlenderte, war ich plötzlich verliebt in meine hood.
    ganz besonders das stückchen der lappenbergsalle hats mit angetan, zwischen methfesselstraße und grundstraße:

    durch die treppen vor den häusern muss ich unwillkürlich an carrie bradshaw und ihr zuhause (angeblich in der in der upper east side von new york) denken… ihr findet das weit hergeholt? egal! der teil der lappenbergsallee bietet mir mein persönliches new york-gefühl.

    heute hatte ich zeit, wollte im bioladen nach ner biokiste fragen, wollte zutaten auf dem markt für die rhabarbermuffins und den mango-rauke-tagliatelle-salat kaufen und einen schnellen espresso trinken.
    beim schländern mit meiner kamera habe ich einen kleinen teil dieses schönen fleckchens in eimsbüttel für euch festgehalten.

    2 mütter fuhren ihre kinder in den buggys so nah an der kuh vor dem bioladen vorbei, dass die kinder die glocke läuten konnten. der verkäufer im bioladen kannte den nach-hause-weg seiner älteren kundin und riet ihr, eine kleinere flasche essig zu kaufen, damit sie nicht so schwer tragen müsse… und plötzlich: hatte ich ein zu-hause-gefühl. jey!

    insgesamt ist eimsbüttel ein wirklich entspanntes fleckchen hamburgs. viele reaktionen darauf, dass wir hier eine wohnung gefunden haben waren erstaunt und wir wurden häufiger beglückwunscht.

    mein focus lag in den ersten monaten leider sehr auf den unmittelbaren nachbarn im haus. im haus wohnt in geruchsweite ein kettenraucher (von uns verniedlichend kaminchen genannt) und auch nicht sehr weit weg, eine stets schlecht gelaunte dame, die dem alkohol seeehr zuspricht und die gerne wegen nichtigkeiten klingelte (von uns sseeehhhrr verniedlichend rosinchen (von rumrosine) genannt).
    zudem sind wir die ersten im haus, die in eine runderneuerte und komplett sanierte wohnung gezogen sind. wir zahlen sehr viel mehr miete als alle anderen parteien im haus, die überwiegend ewig dort wohnen. so ein ich-bin-eine-böse-gentrifiziererin-gefühl macht sich in mir ab und an in form eines schlechten gewissens breit…
    aber wer einmal in hamburg eine wohnungssuche mit den gängigen ansprüchen (3-4 zimmer, ab 75 qm, holzboden, balkon, tageslichtbad, cooles viertel, badewanne) hinter sich gebracht hat, mit 60 anderen über stockwerke hinweg in treppenhäusern schlange gestanden hat… der sollte wohl nachsichtiger mit sich werden…

    …ums abzukürzen: wir haben eine wohnung mit allen von uns gewünschten merkmalen gefunden, und müssen uns einfach mit kaminchen von unten abwechseln beim lüften. rosinchen haben wir nach einigen deutlichen worten mittlerweile auf klare distanz gebracht…

    ok, es gibt einfach dinge, über die wir hinweg sehen müssen…. und ja, ich hätte meine geliebte vespa beim umzug nach hamburg besser gegen diebstahl versichern sollen….
    …und sicher, ein sonnigerer balkon wäre schön gewesen…

    …und wer weiß, vielleicht finden wir ja doch noch eine wohnung irgendwann, in einem haus mit dem flair von 1904 und super-nachbarn…

    aber hier im viertel würd ich jetzt einfach schon gern bleiben!

    und sagt mal, was spricht für dich für deinen wohnort?

    19. Juni 2013 • szenen (m)einer stadt • Views: 1160

  • zu besuch bei little c. im neuen kupferhof – hände für kinder e.v.

    moin ihr lieben,

    ich weiß es schon jetzt, dies wird ein langer blogbeitrag. es gibt so themen, bei denen es mir schwer fällt, mich kurz zu fassen.

    ewig werde ich es eh nicht geheim halten können: ich bin ja sozialpädagogin. mich berühren viele sachen sehr tief, und um eines dieser themen geht es heute:

    darf ich vorstellen?! das ist little c.. little c. ist mein patenkind. und ich habe ein ganz besonderes patenkind. little c. ist mit behinderungen auf die welt gekommen, ausgelöst durch einen chromosomenfehler -von dem vorher niemand wusste.
    little c. ist unheimlich süß, sie hat mittlerweile windschiefe zähnchen, braucht viel hilfe bei den verrichtungen rund um den stoffwechsel, sie hat einen völlig verschobenen tag-nacht-rhytmus und kann nichts hören.

    der alltag mit little c. ist sehr aufwändig. häufig gibt es erschütternde neuigkeiten, krankenhausaufenthalte, viele schlaflose betreuungsnächte, freude über kleine fortschritte. die familie muss sich an fremde betreuerinnen im haushalt gewöhnen, an nachtwachen, die zur entlastung kommen, an sehförderung, krankengymnastik, engen kontakt zu vielen ärzt_innen.

    im moment macht little c. aus berlin urlaub bei hände für kinder e.v., dem neuen kupferhof in duvenstedt, im norden hamburgs. er hat am 1. mai eröffnet, little c. gehört zu den ersten besucherinnen dort.

    sie ist dort für einige tage in „kurzzeitpflege“, ihre eltern und die kleine schwester sind zusammen mit ihr dort, und dürfen sich ein wenig ausruhen und neue kräfte schöpfen.

    der kupferhof ist ein projekt in einem haus, was 1912 gebaut wurde. das konzept lässt sich etwa so mit den worten der homepage zusammenfassen: „ein kurzzeit-zuhause für kleine gäste mit großen handicaps, die hier allein oder mit ihren familien für einige tage eine auszeit vom alltag genießen können. professionell und liebevoll umsorgt vom kupferhof-team.“

    es ist schwer für eltern, das kind in fremde hände zu geben, es gibt viele informationen, die das pflegepersonal braucht, über die eigenarten, gute tipps im umgang mit den kleinen personen. so richtig abschalten geht halt nicht so ohne weiteres… man hofft ja immer, dass liebevolle und zugewandte personen mit den kindern umgehen, die auf die profitipps der eltern hören und die reaktionen der kinder mit handicaps lesen können.

    … aber das haus gibt sich alle mühe, die schwierigen themen durch gute atmosphäre und liebevolle einrichtung zu erleichtern.

    viele der helferinnen dort arbeiten noch ehrenamtlich, der betrieb wird wohl erst in den bevorstehenden ferien so richtig anlaufen.

    ein hilfreiches projekt, was in einem jahrenlangen vorlauf mit viel herzblut entstanden ist und sicher eine menge gutes bewirken wird. ich drücke die daumen und bin gerührt von der liebevollen ausstattung. mein tantenherz schlägt für hände für kinder.

    ahoi und alles gute!
    tante anja

    p.s.: es versteht sich vielleicht von selbst, aber einrichtungen wie der kupferhof sind auf spenden angewiesen. hier gehts zum spendenlink!

    16. Juni 2013 • inspirierendes • Views: 1382

  • do the real upcycling…

    moin ihr lieben,

    irgendwann musste es ja sein. die alte jeans war eigentlich schon länger überfällig, sie hat mich wohl gut 8 jahre begleitet… hmm? retten?

    hängt ihr auch manchmal so an einzelnen kleidungsstücken? bei mir kam dazu, dass ich noch einen guten neuen nutzen für meine alte babydecke finden wollte. sie hat ja nun 40 jahre auf der uhr und lag noch, liebevollst aufbewahrt, bei meiner mutter im schrank.

    die beste zeit hatte sie wirklich hinter sich… aber einfach wegwerfen? nö!… kreative zweitverwertung ist hier das motto: 2 herzensdinge retten.

    so nutzte ich die motivvorlage von fabenmix um jeansanker zu entwerfen, die ihren platz auf der – zu kissen umfunktionierten, uralten, babydecke finden sollten. immer wieder stelle ich fest, dass ich wohl eher eine freestyle-näherin bin…

    es wird drauflosappliziert und jeder schnipsel findet noch verwendung… und dann sollte unbedingt die kante der alten decke sichtbar sein… also wählte ich einene hotelverschluss für das kissen…

    so sieht dann das ergebnis aus: nicht perfekt, aber mir viel liebe entstanden:

    den gelben hirschkopf hatte ich schon vor einer weile auf einen teil der babydecke genäht. … und wo ich grad so gut dabei war… hab ich schnell noch eine geschenk für mein kleines patenkind cäthe genäht. (der rosa babycordstoff hat auch bereits 30 jahre auf dem buckel. er kommt aus dem alten nähfundus der mutter meiner freundin.) ich hoffe, cäthe freut sich über die farben! der anker soll sie daran erinnern, dass sie hamburgerin war, bevor sie nach berlin zog.

    habt ihr auch so herzensprojekte? immer her damit!
    meine nächsten nähversuche sind weniger freestyle… ich muss mich plötzlich an schnittmuster halten… mehr dazu bald hier unter DIY!

    14. Juni 2013 • diy • Views: 1103

  • caféliebe – eine fortsetzungsgeschichte

    moin ihr lieben,

    träumt ihr auch manchmal davon, ein eigenes café zu besitzen?

    ich sollte wohl wirklich endlich mal ein praktikum bei der inhaberin eines florierenden cafés meiner wahl machen, um diese vorstellung zu entmystifizieren…

    kürzlich war ich im café johanna. dort hats mir wirklich gut gefallen.
    es fängt ja schon mit dem weg dorthin an. an den landungsbrücken raus (:o), zum venusberg hoch, mit blick auf die teuerste baustelle der stadt… toll! irgendwie steige ich dort viel zu selten aus und genieße ein schnelles momentchen hafengefühl.
    hier kommen meine johanna-eindrücke:

    eine schöne atmosphäre, eine kleine, aber feine auswahl an brötchen, kuchen, tartes… frisch gepresste säfte und alternative koffeinhaltige brausegetränke… alles da, alles gut.

    ich habe mir vorgenommen, euch öfter mal meine lieblingscafés vorzustellen, vielleicht finde ich ja so heraus, dass cafés besuchen schöner ist, als ihre inhaberin zu sein…

    eure tipps für schöne orte und gute cafékonzepte höre ich hier gerne!

    14. Juni 2013 • inspirierendes • Views: 588

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