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  • auf ins wochenende! mit `nem samstagskaffee – in meiner neuen MOIN-tasse…

    moin ihr lieben,

    manchmal, da wache ich auf und weiß, heute kann ich was schaffen. ein segen, wenn ich dann grad zeit habe, diesem impuls nachzugehen. gestern war so ein tag. ich sah mich nach dem aufwachen um und dachte…. hier muss alles anders! frischer! strukturierter! und zack, bin ich ohne frühstück und kaffee aus dem bett gesprungen und habe die produktivität genutzt… alles andere einfach alles andere sein lassen… (also die pflichten).

    mein sekretär musste dran glauben… und der dazugehörige schrank für papierkram und schreibtischuntensilien. beide dunkelbraun… und eigentlich zeitlos… aber mir grad zu düster.

    … und was soll ich sagen…  meinen ersten virtuellen kaffeeklatsch bei der lieben ninjassieben, wo sich all-samstaglich eine menge blogger_innen auf ein käffchen treffen, – meinen ersten #SAMSTAGSKAFFEE also – kann ich an meinem neuen katzenminzefarbenen schreibtsich trinken… aus meiner neuen MOIN-LIEBLINGSBECHER … könnte ein wochenende schöner starten? ich glaube nicht.

    und weil ich lust darauf hatte, dass sich die farbe mehrfach wiederholt, hab ich einfach noch die 2 bilderrahmen und das utensilo für den schreibtischkleinkram (ein umfunktoniertes gewürzregal) mit angestrichen…. und jetzt sitze ich hier so und finds richtig gut. das ganze zimmer hat eine andere ausstrahlung. juchuh!

    jetzt gibts noch ein paar erdbeerchen, dann gehe ich auf den markt und kaufe leckere sachen für ein rezept aus einem neuen coolen kochbuch, von dem ich euch demnächst erzähle… und später besuche ich eine künstlerin in der nachbarschaft, die heute ihr atelier für interessierte öffnet und die ich in kürze interviewen möchte… vor mir liegt also ein inspirierender tag… (er wird natürlich mit fußball enden!) und ich freu mich drauf….

    ach, aber ich glaube, ich mache mir erst noch ein tässchen kaffee.. die MOIN -tasse lacht mich so an… gefällt sie euch auch so gut?

    und habt ihr schöne pläne? verratet sie mir gerne…
    genießt in jedem fall euer wochenende!

     


     

    tasse: FreuDinge
    tassenuntersetzer: hafenholz
    erbeerschälchen_ koziol über design 3000
    farbe katzenminze: farbwelten der wohnwerkstatt stukenbrock

     

    21. Juni 2014 • persönliches • Views: 1478

  • 10 dinge, an denen ich merke, dass ich nicht mehr ganz neu in hamburg bin

    moin ihr lieben,

    wisst ihr, das neu-sein in einer stadt ist ja einerseits ganz schön aufregend, aber eben auch anstrengend…. zumindest in der ersten phase der orientierungslosigkeit…. wo noch jeder weg unbekannt ist…

    hamburger bloggerin

    jetzt bin ich eine kleine weile in der stadt und stellte kürzlich mehrfach fest, dass ich wirklich langsam ankomme. wollt ihr wissen, woran ich das bemerkt habe?
    ok, hier kommt meine top 10 zum thema ankommen in hamburg:

    hamburger bloggerin

    1.) auf einer parkbank im planten un blomen fragt mich ein tourist, ob ich von hier sei – und ich antworte wie aus der pistole geschossen: ja! ich habe nicht gezögert, mich aber während ich antwortete über meine aussage gewundert.

    2.) die erste 10er-stempelkarte beim hamburger biobäcker meines vertrauens ist voll, es gab das erste gratisbrot.

    hamburger bloggerin

    3.) ich muss vor sitzungen oder meetings in verschiedenen hamburger stadtteilen nicht mehr früher aufstehen, um den weg im hvv-fahrplan zu googeln, ich kann einfach losfahren und habe die abstände und wegezeiten halbwegs parat.

    4.) die katze unserer nachbarn begrüßt mich, wenn ich das fahrrad im hof abstelle oder den müll runterbringe. sie schnurrt mir regelrecht um die beine… ich bin als ihre „freundin“ anerkannt.

    hamburger bloggerin

    5.) mein erster satz beruflicher visitenkarten ist verteilt, ich brauche jetzt neue.

    6.) ich war schon mehrfach auf partys meiner lieblings-wg und treffe dort die gleichen leute wieder…. das fühlt sich sehr nach ankommen an.

    hamburger bloggerin

    7.) es gibt neue worte in meinem sprachgebrauch: moin, sutsche, quiddje, schietwetter …. by the way: habt ihr lust, mir eure liebsten hamburger/- nord- oder plattdeutschen wörter oder redewendungen zu verraten?
    ich liiiebe das!

    8.) ich halte es jetzt manchmal aus, trotz des tollsten kulturellen angebotes am wochenende auch mal zu hause zu bleiben und mich nicht permanent dem erlebnis-druck auszusetzen… (darin bin ich noch nicht gut, aber es funktioniert zumindest bei ruhebedürfnis schon mal)

    hamburger bloggerin

    9.) ich war schon 4 mal auf dem michel, und schaffe es mittlerweile ganz gut, mich an den sehensürdigkeiten geographisch zu orientieren. auf dem michel bekomme ich übrigens seit dem ersten besuch direkt ein beruhigendes gefühl. ich schaue auf die stadt und habe den eindruck, sie ist doch übersichtlich und ich bin orientiert… wenn ich mal aus dem tritt komme, gehe ich immer mal wieder dort hin. das wirkt! sicher!

    10.) ich höre langsam auf, alles hier in hamburg ins verhältnis zu meiner vorherigen heimat bielefeld zu setzen… insbesondere beim thema mietpreise, verkehrslagen, wegzeiten und gute nachbarschaft hat mich der vergleich ganz schön beschäftigt zu beginn.

    hamburger bloggerin

    und? verratet ihr mir eure liebsten worte mit lokalkolorit?
    das würde mich freuen!

    seid herzlich gegrüßt, sagt
    anja, die langsam heimisch wird in hamburg.

    p.s. wo ich das alles hier gerade so aufschreibe, fällt mir noch ein 11. und toller punkt ein, der gerade sehr deutlich macht, dass ich in dieser stadt ankomme… den schiebe ich kurz noch nach:

    sonntag war ich bei der hallo handmade, einem markt für handgemachte einzelstücke… ich war mit 2 langjährigen freundinnen dort und traf 6 frauen, deren bekanntschaft ich in den letzten wochen machen durfte… es war so selbstverständlich, diese lieben frauen zu umarmen und direkt was zum quatschen zu haben…. das habe ich wirklich genossen… danke dafür, maria, nic, johanna, trixi, elke  und inga…. es waren nur kurze begegnungen, aber auch sie verdeutlichen mir, dass ich hier ankomme und mich vernetze.

    hamburger bloggerin

    3. November 2013 • persönliches • Views: 1585

  • ankommen in hamburg (teil 4) – über neue wege und bezirksgrenzen…

    moin ihr lieben,

    …das neue gefühl, in einer großen stadt gelandet zu sein, beginnt ja viel mit den kleinen dingen. die ansagen in den s- und u-bahnen sind plötzlich mehrsprachig, es gibt keine vertrauten wege. ich genieße es, zwischen verschiedensten verbindungen wählen zu können, auf meinem weg von der arbeit nach hause. mit dem bus durch die mönckebergstraße, am rathaus vorbei, über den gänsemarkt… oder komplett unterirdisch, dafür in 11 minuten in eimsbush-city, oder die panoramarunde, mit der u3 -komplett an elbphilharmonie, rickmer rickmers und den landungsbrücken entlang..

    nun bin ich in meinem job viel in unterschiedlichen arbeitskreisen unterwegs, habe sitzungen in verschiedenste einrichtungen, stadtteilen, bezirken.
    als regionalleiterin für altona hatte ich mich beworben und dachte so bei mir, als ich die stelle bekam, dass es sich ja nur um einen stadtteil handelt. über bezirksgrenzen hatte ich mir bis dahin keine gedanken gemacht… und auch nicht darüber, dass bezirksgrenzen politisch gesehen wie kommunale grenzen in flächenbundesländern sind. das wäre aus meiner NRW- logik quasi so, als würde ich um etwas zu erledigen von bielefeld bis bochum fahren, wenn ich hier etwas in altona oder den gleichen inhalt in wandsbek besprechen will.

    erschrocken habe ich mich dann aber, als mir bewusst wurde, dass altona annähernd so viele einwohner_innen hat, wie bielefeld ( das ist eher eine gefühlte größeneinheiten, real liegen da schon noch ~50.000 einwohner_innen zwischen)… auweia! faktisch habe ich mich dann schnell eingearbeitet, in die bezirklichen und politischen besonderheiten hamburgs…

    niemals also, musste ich so oft nach dem weg fragen, wie hier während der phase der ersten orientierung. und ich sage euch, in der auskunftswilligkeit und ausführlichkeit gibt es in meiner wahrnehmung riesengroße regionale unterschiede.

    frank goosen überspitz es in einem seiner scherze über den ruhrpott. laut gelacht habe ich als ich in seinem buch „radio heimat“ an die stelle mit folgendem inhalt kam: …“ oder fragen sie mal in unserer gegend nach dem weg. woanders kann es ihnen passieren, dass ihnen auf die entsprechende frage tatsächlich erklärt wird, wie sie ihr ziel erreichen. bei uns müssen sie mit der antwort rechnen: „watt willze denn da? hömma, ich war da ma. da war scheiße. da willz du gar nich hin! ich sach dir getz ma, wo du hinwillz!“ (frank goosen, radio heimat, eichborn verlag, 2009)

    hier in hamburg ist es mir mehr als ein mal passiert, dass die menschen, die ich um rat fragte, mich ausführlich und freundlichst informierten… und im weggehen nochmal nachhakten, um noch eine abkürzung oder ein merkmal des weges hinzuzufügen. das nenne ich freundliche und verbindliche hilfestellung. das genieße ich sehr.

    mittlerweile konnte ich hilflos dreinschauenden tourist_innen schon den ein oder anderen weg erklären. dann bin ich immer noch manchmal ein bisschen stolz.

    momentan freue ich mich übrigens in den u-bahnlinien 2 und 3 immer an den stellen, an denen smudo von den fantas die haltestelle christuskirche oder jan fedder die haltestelle st. pauli ankündigt.  aber das nur nebenbei.

    29. Juni 2013 • szenen (m)einer stadt • Views: 473

  • ankommen in hamburg – teil 3 – eimsbush

    moin ihr lieben,

    ich muss zugeben, ich habe mich schwer getan damit, in hamburg anzukommen. der lärm, die weiten wege, und… DIE NACHBARN!

    aber heute, als ich so das kleine stückchen zum markt in eimsbüttel schlenderte, war ich plötzlich verliebt in meine hood.
    ganz besonders das stückchen der lappenbergsalle hats mit angetan, zwischen methfesselstraße und grundstraße:

    durch die treppen vor den häusern muss ich unwillkürlich an carrie bradshaw und ihr zuhause (angeblich in der in der upper east side von new york) denken… ihr findet das weit hergeholt? egal! der teil der lappenbergsallee bietet mir mein persönliches new york-gefühl.

    heute hatte ich zeit, wollte im bioladen nach ner biokiste fragen, wollte zutaten auf dem markt für die rhabarbermuffins und den mango-rauke-tagliatelle-salat kaufen und einen schnellen espresso trinken.
    beim schländern mit meiner kamera habe ich einen kleinen teil dieses schönen fleckchens in eimsbüttel für euch festgehalten.

    2 mütter fuhren ihre kinder in den buggys so nah an der kuh vor dem bioladen vorbei, dass die kinder die glocke läuten konnten. der verkäufer im bioladen kannte den nach-hause-weg seiner älteren kundin und riet ihr, eine kleinere flasche essig zu kaufen, damit sie nicht so schwer tragen müsse… und plötzlich: hatte ich ein zu-hause-gefühl. jey!

    insgesamt ist eimsbüttel ein wirklich entspanntes fleckchen hamburgs. viele reaktionen darauf, dass wir hier eine wohnung gefunden haben waren erstaunt und wir wurden häufiger beglückwunscht.

    mein focus lag in den ersten monaten leider sehr auf den unmittelbaren nachbarn im haus. im haus wohnt in geruchsweite ein kettenraucher (von uns verniedlichend kaminchen genannt) und auch nicht sehr weit weg, eine stets schlecht gelaunte dame, die dem alkohol seeehr zuspricht und die gerne wegen nichtigkeiten klingelte (von uns sseeehhhrr verniedlichend rosinchen (von rumrosine) genannt).
    zudem sind wir die ersten im haus, die in eine runderneuerte und komplett sanierte wohnung gezogen sind. wir zahlen sehr viel mehr miete als alle anderen parteien im haus, die überwiegend ewig dort wohnen. so ein ich-bin-eine-böse-gentrifiziererin-gefühl macht sich in mir ab und an in form eines schlechten gewissens breit…
    aber wer einmal in hamburg eine wohnungssuche mit den gängigen ansprüchen (3-4 zimmer, ab 75 qm, holzboden, balkon, tageslichtbad, cooles viertel, badewanne) hinter sich gebracht hat, mit 60 anderen über stockwerke hinweg in treppenhäusern schlange gestanden hat… der sollte wohl nachsichtiger mit sich werden…

    …ums abzukürzen: wir haben eine wohnung mit allen von uns gewünschten merkmalen gefunden, und müssen uns einfach mit kaminchen von unten abwechseln beim lüften. rosinchen haben wir nach einigen deutlichen worten mittlerweile auf klare distanz gebracht…

    ok, es gibt einfach dinge, über die wir hinweg sehen müssen…. und ja, ich hätte meine geliebte vespa beim umzug nach hamburg besser gegen diebstahl versichern sollen….
    …und sicher, ein sonnigerer balkon wäre schön gewesen…

    …und wer weiß, vielleicht finden wir ja doch noch eine wohnung irgendwann, in einem haus mit dem flair von 1904 und super-nachbarn…

    aber hier im viertel würd ich jetzt einfach schon gern bleiben!

    und sagt mal, was spricht für dich für deinen wohnort?

    19. Juni 2013 • szenen (m)einer stadt • Views: 950