10 historische Fakten über HAMBURG (+ Gewinnspiel) // Kooperation

moin ihr lieben,

Historische Fakten über Hamburg – das hört sich hochtrabend an, oder?! Ist es auch – ein bisschen zumindest. Vielleicht stecke ich Euch ja heute an, mit meiner Leidenschaft für die Details der Hamburger Geschichte. Ich habe aus einer ganzen Fülle von Infos, die ich aus dem PANORAMA- Heft HAMBURG der GEO Epoche erfahren habe, für euch zusammengetragen.

Unzählige Stunden habe ich schon in Hamburger Antiquariaten verbracht und in alten Bildbänden über Hamburg geschmökert. Einige sind mit zu mir nach Hause gewandert. Und jetzt fiel mir dieses GEOheft in die Hände: Geschichte in Bildern. Erstmalig ist ein Panoramaheft dieser Reihe nicht allein einer Epoche, sondern einer Stadt und ihrer Geschichte gewidmet.

Hamburg hat viel mit den Elementen Feuer und Wasser gekämpft, in seiner Vergangenheit. Es gab den Großen Brand von 1842 und den Feuersturm von 1943.  Zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges gab es allein mehrfache Sturmfluten, und die große Sturmflut von 1962…

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Die historischen Fakten über Hamburg, die ich für diesen Blogpost zusammengetragen habe, geschahen zwischen 1600 und 1970. Sie alle sind eindrucksvoll beschrieben und bebildert im GEOheft…

Begleitet mich auf eine Zeitreise, die ich mit Fotos meiner vielen Touren durch Hamburg versehen habe … und wenn ihr mögt, versucht euer Glück beim Gewinnspiel. Zwei der spannenden GEO Epoche-Magazine darf ich an Euch weitergeben. Here we go!

10 historische Fakten über Hamburg

1.) War Euch klar, dass die ersten Häfen der Stadt an der Alster lagen, und erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts an die Elbe umsiedelten? Der Handel mit Gütern wir Bienenwachs, Bernstein, Butter, Pelzen, Erz oder Honig läuft zunächst über Alster- Koggen nach Flandern oder England. Um den Nordatlantikhandel anzukurbeln, größere und mehr Schiffe abfertigen zu können, wird der Hafen an der Elbe errichtet, nahe der Einmündung der zu eng gewordenen Alster.

2.) Zwischen 1618 und 1648, zur Zeit des dreißigjährigen Krieges verwüsteten allein vier Mal Sturm & Fluten die Hamburger Innenstadt. Keller und Straßen laufen voll, Schiffe werden über den Kai gehoben und zerstören mit ihrer Wucht Häuserwände, Vieh ertrinkt. Und immer rappelt Hamburg sich wieder auf. Jedoch werden in der Folge Wall und Deichanlagen verstärkt.

3.) Dem Bau der Speicherstadt fallen ganze Viertel der um 1685 erbauten alten Hamburger Fachwerkhäuser zum Opfer. 1883 wird deren Abriss beschlossen. Schiffsausstatter und Handwerksbetriebe müssen weichen. Nachfolgend werden 24.000 Menschen eine neue Bleibe suchen. Viele der nun obdachlosen Lohnarbeiter, die jeden Tag auf der Suche nach Arbeit auf Schiffen sind, laufen nun aus Winterhude oder Barmbek bis zum Hafen.
Heute lässt sich die ursprüngliche Schönheit des Viertels am ehesten am Nikolaifleet erahnen. Dort ist das Haus , in dem der große Brand von 1842 ausbrach, als Brandanfang markiert.
Bereits 1888 weiht Kaiser Wilhelm II den gewaltigen, von Kanälen durchzogenen Lagerhauskomplex ein. Die Speicherstadt gehört heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

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4.) 1895 arbeiten rund 1400 Schauerleute im Hafen. Ihre Aufgabe: das Entladen der Schiffe. Das Handelsgut wird von ihnen auf Schuten und Ewer (Elbsegelboote) umgeladen. Die ersten fortschrittlichen Hafenanlagen werden 1866 am Sandtorkai eröffnet. Am großen Gasbrook tun zu der Zeit 19 dampfbetriebene Hafenkräne ihren Dienst.

5.) 1912, am 1. März, beginnt die große Fahrt der ersten Ringlinie. Die erste Hoch- und Untergrundbahn Hamburgs fährt rund um die Alster.

6.) Um 1880 leben rund 450.000 Menschen in der Hansestadt, 1910 bereits mehr als doppelt so viele. Neue Wohnungen und Verkehrsstrukturen werden notwendig. Die „Arbeiterquartiere“ in Barmbek und Hamm entstehen. Den Weg für die Hafenarbeiter in die Docks auf der anderen Elbseite erleichtert der Elbtunnel, der 1911 den Fußweg unter der Elbe von St. Pauli auf die Südseite (und zurück) ermöglicht.

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7.) 1924 wird das von Fritz Höger entworfene Chilehaus vollendet. Der aus klassischen roten Backsteinen entstandene, spitz zulaufende Bau ist zu der Zeit das größte Bürohaus Deutschlands.

8.) In meinem geliebten Eimsbüttel werden am 15. Mai 1933 von SA-Männern und rechtsradikalen Studenten Bücher verbrannt, die von Nationalsozialisten auf die schwarze Liste gesetzt wurden. Insbesondere Bücher jüdischer Autoren wie Siegmund Freud, Karl Marx oder Tucholsky fallen der Vernichtung zum Opfer. Ein sehr dunkler Teil der Hamburger und deutschen Geschichte beginnt

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9.) Um feindliche Piloten zu irritieren wird die Binnealster versteckt ( die Wehrmacht errichtet zur Täuschung ein schwimmendes Stadtviertel aufs Holz, mit angedeuteten Brücken, Häusern und Straßen)…. Doch die feindlichen Piloten lassen sich nicht irritieren. Berichte von Überlebenden des Feuersturms in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 verdeutlichen das Kriegsgrauen der Bombardierung. 325.000 Bomben richten ein Inferno an und zerstören bahnhofsnahe Wohngebiete wie Hamburg-Hamm, Horn und Hammerbrook. Zehntausende Hamburger sterben.

10.) Die große Sturmflut von 1962 bricht in der Nacht zum 17. Februar über Hamburg herein. 60 Deiche brechen. 1/5 des Hamburger Stadtgebietes ist überschwemmt. Am schlimmsten trifft es Wilhelmsburg. 315 Menschen verlieren ihr Leben.

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…. und vielleicht denkt ihr jetzt – wie ich – PUH! ganz schön viele Katastrophen. So viel Leid und Elend…. Aber irgendwie machen mir all die Informationen Mut… denn, was mir auffällt: so viele Katastrophen wurden gemeistert. So viel Wiederaufbau geleistet, so viele städtebaulichen Entscheidungen getroffen … da bekommen wir die Anforderungen der heutigen Zeit doch auch hin. Sozialer Wohnungsbau, die Erschließung der neuen Mitte Altona, die Integration der zugezogenen und geflohenen neuen Mitmenschen… im historischen Zeitstrahl betrachtet hatte jede Epoche ihre besonderen Herausforderungen.
In Hamburg wurde häufig mutig entschieden… je mehr ich mich damit beschäftige, umso zuversichtlicher werde ich.

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So. Und falls ihr all das Beschriebene nun mit eigenen Augen im GEO-Heft sehen wollt, dann erhaltet Ihr es hier, oder versucht Euer Glück beim Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es zwei mal ein Exemplar des GEO EPOCHE PANORAMA Themenheftes Hamburg.

Verratet mir als Antwort unter diesem Blogpost, auf welche Bilder der Hamburger Historie ihr besonders gespannt seid.

  • Jede Person kann nur ein mal in den Lostopf, doppelte Kommentare werden entfernt
  • Kommentare, die bis zum 27.03.2016 um 20:00 (MEZ) eingehen, zählen.
  • Es zählen außerdem nur Kommentare, in denen eine gültige Mailadresse angegeben wird, unter der Ihr zu erreichen seid.
  • Das Los entscheidet.
  • Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen.
  • Die angegebenen mailadressen werden ausschließlich zum zwecke dieses gewinnspiels benutzt.
  • teilt das gewinnspiel gerne auf allen sozialen kanälen, das erhöht zwar nicht eure gewinnchancen, gibt aber feine karmapunkte von mir. dafür könnt ihr auch die buttons unterm post benutzen…

soooo…. dann drücke ich euch die Daumen und freue mich auf eure Antworten.

Ahoi sagt,

Eure Anja

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Mein herzlicher Dank geht an Gruner & Jahr, die mir das Rezensionexemplar und die beiden Verlosungsexemplare der GEO Epoche zur Verfügung stellten.

9 Antworten

  1. 8
    anja says:

    hallo julia und kathrin,
    ich habe euch aus dem lostopf gefischt. ihr habt ne mail!
    ahoi und herzlichen glückwunsch! anja

  2. 7
    Kathrin rosenberger says:

    Moin Anja,ich bin Hamburgerin (wohne allerdings in Wedel),interessiere mich aber erst in den letzten Jahren mehr und mehr für unsere Stadt.Durch Zufall bekam ich letztens ein kleines Memoiren Büchlein meines Urgroßvaters (Schulrektor am Röbbeck und Historiker, Hans Harder, Namensgeber einer HH Straße) in die Hände! Und mir erschließen sich immer mehr Zusammenhänge….spannend!!!Manchmal berichten mir etwas meine Eltern… :-)) Von der (Nach)kriegszeit als Kind,Sturmflut,…ich merke,ich muss häufiger mit Ihnen sprechen!!!!!!Gerne würde ich Ihnen den Bildband schenken um mehr ins Gespräch zu kommen…
    Ich selbst bin fasziniert von HAFEN und Speicherstadt…
    Und nun Toi,toi,toi….und Butter bei die Fische :-))))

    Lg, Kathrin

  3. 6
    Immo says:

    Hey Anja,

    mich interessieren die Bilder zur Sturmflut sehr. Ich habe einen Arbeitskollegen, der die Strumflut seinerzeit in Wilhelmsburg erlebt hat. Wirklich beeindruckend und teilweise auch beklemmend, was er so berichtet.

  4. 5
    Julia says:

    Hallo Anja,
    ich bin seit zwei Jahren in Hamburg und kann aus meinem Küchenfenster die Schiffe auf der Elbe sehen (zumindest bis die Bäume ausschlagen) und liebe es wenn das Tuuuuten von Queen Mary 2 die Fenster vibrieren lässt. Mich würde besonders der frühe Handel mit Häfen an der Alster und die Sturmflut 1962 interessieren.

    Viele Grüße,
    Julia

  5. 4
    Michaela Klusmann says:

    Hallo Anja, erstmal viele Grüße aus der Puddingstadt . Wir haben erst in den letzten beiden Jahren unsere Liebe zu Hamburg entdeckt und müssen noch ziemlich viel erkunden, deshalb hüpfe ich in den Lostopf. Dein Umzug von Bielefeld nach Hamburg ist nachvollziehbar .
    Also ich bin auf alles in dem Heft gespannt. Es fällt schwer ein bestimmtes Thema rauszupicken, aber der Bau der Speicherstadt und die Sturmflut 1962 würde mich interessieren.
    Viele Grüße Michaela

  6. 3
    Sabine says:

    Liebe Anja,

    Das hört sich alles spannend an. Mich würde das Gängeviertel interessieren (falls es drin ist) und natürlich die Speicherstadt. Ach, eigentlich ist es schwer sich ein Thema rauszupicken.
    Vielen Dank für deine schönen Hamburg Berichte.

    Gruss, sabine

  7. 2
    Katrin says:

    Na da hüpfe ich doch gleich mal mit in den Lostopf…
    besonders gespannt bin ich auf Bilder zur Entwicklung der Speicherstadt…
    vielleicht habe ich ja mal Glück

  8. 1
    Linda says:

    Hallo liebe Anja, wieder einmal schreibst du mit beeindruckenden Worten von der schönen Stadt Hamburg. Da ich in diesem Sommer noch eine Reise in den Norden plane würde ich mich umso mehr über zusätzliche Informationen freuen :) Am meisten interessiert mich der frühe Handel und die Schiffahrt… liebe Grüße aus dem Westen
    Linda

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